BR 23 von Fleischmann (Art. Nr. 7123)

BR 23 von Fleischmann – Loktest

Trotz rauem Lauf und Schwierigkeiten mit kleinen Radien ist die Lok aufgrund der optischen Reize sehr zu empfehlen. Sie wurde zurecht zum Modell des Jahres 1989/90.
Bewertung: ★★★★☆

BR 23 Technische Daten:

Hersteller / Serien-Nr.: Fleischmann 7123
Betriebs-Nr. / Betreiber: 23 105
Einsatzgebiet / Typ: Schwerer Personenverkehr / Schlepptenderlok
Epoche: III (1945 – 1970)
Länge – LüP: 134mm
Antrieb / Achsfolge: 4 Räder (2 Haftreifen) / 1´C 1`h2
Beleuchtung: Dreilicht- Spitzenbeleuchtung
Digitaldecoder: Keine Vorbereitung
BR 23 von Fleischmann (Art. Nr. 7123)
BR 23 von Fleischmann (Art. Nr. 7123)
Technik

Das Innenleben der BR 23 von Fleischmann bekommt man erst zu Gesicht, wenn man den aus Metalldruckguss gefertigten Tender entfernt. Der Tender lässt sich nur durch lösen einer Schraube herabnehmen. Die Lok wird vom 3-poligen Fleischmann Motor angetrieben, der auch in anderen Schlepptender Loks verbaut ist. Ein Beispiel ist die BR 01, die wir auch besitzen und getestet haben. In diesem Bericht kritisieren wir die zu hohe Höchstgeschwindigkeit und fehlende Zugkraft. Daher hat es uns gewundert, dass dies bei der BR 23 trotz gleichem Motor, der nur anders angebaut ist (hochkant bei BR 23 und flach bei BR 01), nicht der Fall .

BR 23 von Fleischmann (Art. Nr. 7123)
BR 23 von Fleischmann mit demontiertem Tendergehäuse

Sie ist in unseren Augen nicht zu schnell. Die Zugkraft ist im Vergleich zur BR 01 von Fleischmann auch viel besser. Grund für die besseren Fahreigenschaften sind zunächst eine größere Getriebeübersetzung und zum anderen das am Anfang angesprochene, aus Metalldruckguss hergestellte Tendergehäuse. Es bringt mehr gewicht auf die Hinterräder und sorgt damit für eine bessere Traktion. Über eine Schnecke am Motor und Zahnräder wird die erzeugte Kraft auf zwei Antriebsachsen abgegeben, wobei eine davon mit Haftreifen bestückt ist. Der Motor besitzt keine Schwungmasse und daher einen geringen Auslauf. Ein Kritikpunkt an der Lok ist der etwas raue und schwergängige Lauf und damit verbundenen Schwierigkeiten beim anfahren.

023 071 VSM Simpelveld 10.07.05
023 071 VSM Simpelveld ( Foto von Werner & Hansjörg Brutzer)
Optik

Eine optisch sehr gelungene Lok aus der Produktpalette von Fleischmann ist die BR 23. Auf den ersten Blick fällt der sehr geringe Abstand zwischen Lok und Tender auf. Diese Art von Lok- Tender- Kurzkupplung ist in der Spurweite N eher untypisch. Doch dieser feine unterschied macht die BR 23 von Fleischmann so optisch reizvoll.

BR 23 Ein optischer Leckerbissen, die Kurzkupplung zwischen Tender und Lok
Ein optischer Leckerbissen, die Kurzkupplung zwischen Tender und Lok

Viele Modellbahner werden diese Bauweise allerdings verfluchen, denn die Lok kann nur auf Strecken mit großen Radien betrieben werden. Durch die Kurzkupplung hebelt sich der Tender aus der Spur, weil er mit der Führerhaushinterseite zusammenstößt. Ansonsten hat sie eine sauber Beschriftung wie von Fleischmann nicht anders zu erwarten. Selbst der Führerstand wurde nachgebildet. Für Durchblick zwischen Kessel und Fahrwerk wurde auch gesorgt. Das Fahrgestell und der Tender sind aus Metalldruckguss gefertigt und sorgen für genügend Gewicht auf den Antriebsachsen.

BR 23 Optisch überzeugend, der fein detaillierte Tender aus Metalldurckguss
Optisch überzeugend, der fein detaillierte Tender aus Metalldurckguss

Besonders gut herausgearbeitet sind die Trittstufen auf dem Tender. Des weiteren ist der ansonsten eher schlichte Tender mit zwei fein aus Messing geätzten Leitern bestückt. Diese feinen, optisch sehr reizvollen Details, machen diese Lok zu etwas besonderen. Deshalb sollte sie in keiner Modellbahnsammlung fehlen.

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Sebastian

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