RE 460 (RE 4/4 460) von MiniTrix – Loktest

Alles in allem ist die Re 460 ein gelungenes Modell. Wenn auch mit rauem Lauf, erledigt sie Ihre Aufgaben in der Modellbahnwelt zuverlässig. In der Detailtreue fällt sie mit ihrer Standardbeleuchtung hinter das Testmodell von Kato zurück.
Bewertung: ★★★☆☆

RE 460 Technische Daten

Hersteller / Serien-Nr.: MiniTrix 12862
Betriebs-Nr. / Betreiber: RE 460 0004-5 / SBB
Einsatzgebiet / Typ: Universal
Epoche: V (1990 – 2006)
Länge – LüP: 115mm
Antrieb / Achsfolge: 8 Räder (2 Haftreifen) / Bo´Bo
Beleuchtung: Dreilicht Spitzenbeleuchtung
Digitaldecoder: Schnittstelle NEM 651
RE 460 von MiniTrix
RE 460 von MiniTrix
Technik:

Damit man das Innenleben der Re 460 zu Gesicht bekommt, muss erst mal das Gehäuse abgenommen werden, doch wie man an anderen Testberichten von uns lesen kann ist das bei einigen Modellen nicht gerade einfach. Und das trifft auch für die 2000 zu. Ohne vorher mal in die Anleitung geschaut zu haben kann man nicht zu den Innereien vordringen. Wir sagen es schon mal vor weg das aufmachen will noch schnell von der Hand gehen doch das Zusammenbauen kann zum Geduldsspiel werden. Zunächst müssen zwei Befestigungsschrauben unter den Panthographen gelöst werden sonst geht gar nichts. Anschließend nur noch das Gehäuse durch spreizen der Seitenwände abziehen und der Motor kommt zum Vorschein. Beim zusammensetzen wird es allerdings lustig wenn man die kleinen Befestigungsschrauben wieder in die Löcher bekommen will. Man kommt mit den Fingern nicht so einfach an die Bohrungen heran, da sie sich in den für die Panthographen vorgesehenen Vertiefungen befinden.

Der innere Aufbau ist alt bekannt von anderen Trix Modellen. Ins Auge sticht zunächst die NEM Schnittstelle für den Einbau eines Digitaldecoders. Die Kraft des Motors wird über eine starre Antriebswelle auf die 4 Antriebsachsen übertragen. Davon sind 2 mit Haftreifen ausgerüstet und sorgen für eine ordentliche Zugkraft. Der Motor läuft, wie bei vielen älteren Modellen von MiniTrix, etwas rau. Dies ermöglicht nur ein sehr schlechtes Anfahren und Beschleunigen. Durch den Einbau eines Digitaldecoders haben wir dieses Problem etwas minimiert. Um die Auslaufeigenschaften zu verbessern hat die Re 460  noch eine Schwungscheibe spendiert bekommen. Die maßstäbliche Höchstgeschwindigkeit wird etwas überschritten.

460 026 bei Gurtnellen 17.05.12
460 026 bei Gurtnellen 17.05.12 Foto: W+H Brutzer
Optik:

Die RE 460 der SBB ist auch neben diversen Sonderlackierungen der BLS  von MiniTrix erhältlich. Ein weiterer Anbieter dieser Baureihe ist Kato. Auch dieses haben wir inzwischen testen können und konnten optisch einen markanten Unterschied für Fans der schweizerischen Bahnen feststellen was die Beleuchtung der Lok angeht – N-Modellbahn Loktest KATO Re 4/4 460.  Aber zurück zu der Lok von MiniTrix. Optisch präsentiert das Modell sehr gut hochwertig. Die Lackierung und Beschriftung ist sauber ausgeführt. Besonders die großen SBB Logos auf den Seiten fallen einem ins Auge. Die Proportionen, vor allem die abgerundeten Frontpartien sind gelungen. Die schmale rechteckige Stirnbeleuchtung entspricht in ihrer Gestaltung ebenfalls dem Vorbild und verleid dem Modell einen „bösen Blick“. Allerdings wird das Licht wie in Deutschland üblich als Dreilicht Spitzenbeleuchtung ausgegeben, die Rückseite ist unbeleuchtet. Diese Ausführung ist für schweizer Modelle allerdings nicht korrekt umgesetzt, hier gibt es für uns einen Minuspunkt im Vergleich zum Modell von Kato. Die Türgriffe sind an das Gehäuse angespritzt und Farblich abgesetzt. Was besonders auffällt ist das nachgebildete Cockpit, dass durch die Frontscheibe von außen sehr gut zu erkenn ist. Wenn man sich die Dachpartie anschaut ist sie, wie es bei den modernen E-Loks häufig der Fall ist, ziemlich leer. Aus aerodynamischen gründen sind die Panthographen voll in der Dachkonstruktion versenkbar. Dadurch wird der Luftwiderstand und die Luftverwirbelungen so gering wie möglich gehalten. Aber auch die Umlaufende Schürze ist sehr tiefgezogen. Verantwortlich für die Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes ist das Büro des italienischen Stardesigners PININFARINA. Nach diversen Versuchen im Windkanal hatte man die endgültige Form mit verkleideten Drehgestellen und im Dach versenkbaren Panthographen gefunden. Zwei Jahr dauerte die Gesamtentwicklungszeit, dann gab die SBB im Dezember 1987 grünes Licht.

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