Weichentausch, Zufahrt zum BW – Workshop

Geklebte Peco-Weichen Code55 werden getauscht und der Fahrtweg geändert. Unser Workshop in Spur N zeigt wie der Weichentausch gelingt!

Weichentausch in der BW-ZufaHrt

Vor einiger Zeit wurde ich zufällig darauf aufmerksam gemacht, die Zufahrt zur Drehscheibe im Hauptbahnhof unserer großen Anlage sei in der Realität nicht zulässig. Grund dafür ist, der direkte Zufahrtsweg von der Strecke auf die Drehscheibe, welche nur über ein Bahnhofsgleis befahrbaren werden darf.

Zufahrt zum BW
Zufahrt zum BW

Nun hat mir aus unerfindlichen Gründen schon immer diese Zufahrt nicht recht gefallen und es gab nun den passenden Anlass dies zu ändern und richtig zu stellen. Zu diesem Zeitpunkt wurde an der Anlage seit langem nicht weitergebaut und die Weichen bereits 10 Jahre zuvor mit Weißleim geklebt (nicht geschottert). Die Neue Zufahrt konnte nur über ein Stumpfgleis, um die direkte Zufahrt in einen indirekten Weg zu ändern. Für dies konnte die alte Weiche und auch deren Unterflurantrieb wiederverwendet und durch eine zweite Weiche ergänzt werden. Die Lösung gefiel auf Anhieb, nur die evtl. Widerspenstigkeit des wasserlöslichen Klebers nach so langer Zeit sorgte mich etwas.

Der ganze Umbau hier als Video

Beschreibung und Bilderstrecke vom Umbau

Im ersten Schritt beim Weichentausch wurde die alte Weiche zusammen mit den zu tauschenden Gleisen mit einem nassen Pinsel gründlich eingeweicht. Erfreulicherweise reichten bereits etwa 20 Min. um den Kleber anzulösen. Gut erkennbar wird dieser Zustand, wenn sich der transparente Leim in seinen weißen Ursprungszustand zurückwandelt.

Vorhandene Stromanschlüsse müssen vorher abgelötet werden. Danach kann man die Gleise mit einem Schraubendreher heraushebeln. Am besten den Hebel zwischen Schwellen und Unterbau schieben und leicht drehen. Ein bisschen knackst der Leim, an den nicht vollständig aufgeweichten Stellen. Das stellt aber kein Hindernis für den Ausbau dar.

Da der alte Unterflurantrieb der Weiche wieder verwendet werden soll, muss auch der „Stellschlitz“ erhalten und sauber bleiben. Die neue Rechtsweiche wird in Gegenrichtung zur alten Linksweiche auf den Stellschlitz gesetzt und ein Stück Flexgleis als Füllstück eingesetzt und auf die richtige Länge zurecht geschnitten.

Der neue Gleisstrang kann zusammengesetzt und probehalber aufgelegt werden. Nach dem Ausrichten der neuen Gleise kann deren Lage mit einem Stift markiert werden. Danach kann die neue Gleisbettung entlang der Markierung aufgeklebt werden. Zusätzlich müssen alle benötigten neuen Bohrungen für Stromanschlüsse und die Ansteuerung der zusätzlichen Weichen markiert und gebohrt werden.

Neue Weichen
Neue Weichen

Für den Weichentausch  werden anschließend der neue Gleisstrang mit Isolierschienenverbindern und Zwischenschwellen aus dem Peco Code55 Gleisprogramm bestückt und wieder mit Weißleim aufgeklebt.

Gleichermaßen folgt danach noch das Zufahrtsgleis zu Drehscheibe, welches bis zum Modulrand abgebaut wurde. Hier wird ein neues Flexgleis probehalber angesteckt, zurecht gebogen und Markierungen für die Trennung des Gleises und die Anschlüsse darunter vorgenommen. Da ich immer einen Draht als Anschlussfahne an die Unterseite der Gleise Löte, werden auch diese Stellen auf dem Gleis mit Edding markiert. Während des Klebevorgangs müssen die Gleise fixiert werden. Das gelingt ganz gut mit Pinnägeln. Danach ist unser Weichentausch abgeschlossen, die neue indirekte Zufahrt zum BW muss nur noch elektrisch angeschlossen werden.

Neuer Zugang zur Drehscheibe
Neuer Zugang zur Drehscheibe

 

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